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PageRank Sculpting bzw. das nofollow Spiel
Wie alle ja bereits mitbekommen haben, hat Matt Cutts vor einigen Tagen angekündigt, dass nofollow Links nun nicht mehr so gewertet werden, wie wir es gewohnt sind:

Stattdessen werden nofollow Links aktuell wie folgt gewertet:

Alternative Methoden?
Ich habe in den letzten Tagen viele alternative Methoden gelesen und gehört, und möchte mal kurz zusammenfassen und meinen Senf dazugeben.
JavaScript Links
Die Grundidee hier ist, Links die man vorher per nofollow entwertet hat, mit einem onClick Befehl zu bestücken. Leider folgen und werten Suchmaschinen auch solche Links mittlerweile. Diese Idee kann man also getrost verwerfen.
Es gibt natürlich auch noch andere Methoden, einen Link per JavaScript zwar für Besucher klickbar, aber für Suchmaschinen nicht crawlbar zu machen. Wenn man auf einer Webseite jedoch klar zwischen einem User und einer Suchmaschine unterscheidet, so kann dies meiner Meinung nach immer einen negativen Touch haben.
iframes
Entsprechende Links in einen iframe zu packen ist ebenfalls eine Idee, die aktuell die Runde macht. Den iframe kann man per robots.txt für Suchmaschinen sperren lassen und schon ist für Suchmaschinen kein Link mehr vorhanden. Meiner Meinung nach ist diese Idee definitiv einen Test wert – ich würde es jedoch (noch) nicht als generelle Methode rausgeben.
Bei allen alternativen Methoden muss man natürlich eines bedenken: Ich ändere immer etwas für die Suchmaschine ab – für den Nutzer hat es keinerlei Mehrwert. Sollte ein Mitarbeiter einer Suchmaschine über die Seite schauen, ist es mehr als offensichtlich, was der Webmaster/SEO vorhat. Dass so was auch mal in Abstrafungen enden kann, brauche ich euch nicht zu erzählen. Auf der anderen Seite kennen wir auch Seiten, die schon ganz anderes „verbrochen“ haben und niemals eine Abstrafung kassiert haben.
Wie geht’s weiter?
Ich würde mir gar keine großen Gedanken um das Thema machen. Im Endeffekt ändert sich gar nicht viel.
Wenn ich nofollow in der Vergangenheit genutzt habe, um „sinnlose“ Seiten wie AGBs, Impressum oder ähnliches aus dem Index zu halten, werde ich in Zukunft auch gut damit fahren. Auch wenn eine mir wichtige Seite zwar nicht den erwarteten „Linkjuice-Wert“ vererbt bekommt, weiß die Suchmaschine immer noch, dass diese Seiten höher gewichtet sind als „nofollow-Seiten“.
Wenn ich nofollow in der Vergangenheit allerdings dafür genutzt habe, meine nicht optimale Struktur zu optimieren, so muss ich mir – nofollow hin und her – sowieso Gedanken machen. Dann muss ich wohl oder übel meine komplette interne Linkstruktur überdenken und überarbeiten. Meiner Meinung nach musste man dies allerdings auch schon zu Zeiten, wo nofollow noch „funktioniert“ hat.
Fazit?
Ich würde empfehlen, Seiten wie „Impressum“, „Datenschutz“, „AGB“, etc immer noch mit dem nofollow Attribut zu versehen. Ein kompletter Verzicht von nofollow kann natürlich auch gemacht werden – jedoch sehe ich es allgemeine Gewichtung meiner Unterseiten immer noch als relativ wichtig an, die oben genannten Seiten zu entwerten.
Bei allen alternativen Methoden würde ich erst mal die ersten Tests abwarten und keine voreiligen Umsetzungen vornehmen – denn immerhin hat laut Aussage von Google das nofollow-Attribut schon seit einem Jahr nicht mehr das getan, wovon wir ausgegangen sind – und wenn man es bisher nicht gemerkt hat, können die Auswirkungen ja nicht so schlimm gewesen sein.
Zum Abschluss möchte ich noch ein kurzes Zitat von Matt Cutts loswerden:
The essential thing you need to know is that nofollow links don’t help sites rank higher in Google’s search results.
SEMSEO und PubCon 2009 – Recap
Verfasst von Jeroen unter SEM, SEO, Veranstaltungen am 17. Mai 2009
Letzten Freitag war es wieder soweit – die alljährliche ABAKUS SEMSEO hat stattgefunden und so trottete wieder mal (so gut wie) jeder deutsche SEO nach Hannover.
Zur SEMSEO kann ich sagen, dass es von den Sessions her definitiv besser war als auf der a4uexpo. Und wo wir schon beim Thema sind: das Catering war auf jeden Fall auch besser!
Die erste Session zum Thema Universal Search war, meiner Meinung nach, auch gleich die Beste. Marcus hat zu den einzelnen Themen (Video, Base, News, …) die Ranking-Faktoren vorgestellt und mit guten Gast-Rednern überzeugen können.
Die Link Building Session von Thomas war ebenfalls sehr interessant und zeigt wieder mal, dass man in Zukunft beim Link Building immer kreativer werden muss. Seine Kernaussage war, dass man jeden Content, bei dem es sich lohnt, embedable machen sollte (für Blogs, MySpace, Facebook, …). Die Geschichte mit den Widgets werde ich mir dann auch bald mal anschauen müssen ![]()
Uwe hat schlussendlich auch noch einiges zum Thema Link Building 2.0 gesagt, was zwar insgesamt auch sehr interessant war, aber leider ist er bei manchen Sachen zu sehr ins Detail gegangen und so hat sich die Session lange gezogen. Seine Meinung zu dem Thema zu hören ist dennoch immer interessant, da er ja auch die Sicht einer Suchmaschine mehr oder weniger kennenlernen durfte.
Am Ende kamen dann die Diskussions-Panels, bei der Nabelschnurblut-TV ein super Linkbait gelungen ist
Nach der SEMSEO ging es dann ab in die HBX Stadtbrauerei zur PubCon. In alter Manier ist selbstverständlich viel Alkohol geflossen und für Unterhaltung wurde dank der Ladies von Coyote Ugly auch gesorgt.
Alles in allem also ein gelungener Event, der mir wirklich Spaß gemacht hat. Allen voran natürlich das Kennenlernen neuer Leute und Wiedertreffen alter Freunde
Ob ich in diesem Jahr noch weitere Events wie die Affiliate Tactixx, SES Hamburg oder die dmexco besuchen werde, steht noch in den Sternen. Ich habe mir jedoch fest vorgenommen, in diesem Jahr die SEO Nomaden in München zu besuchen! Wann steht allerdings noch nicht fest
Neuer “Canonical”-Tag gegen duplicate content
Die 3 größten Suchmaschinen Google, Yahoo und MSN haben gemeinsam einen neuen Tag eingeführt, der gegen duplicate content Probleme helfen soll. Zusätzlich zu den Blog-Beiträgen sprach Matt Cutts vor wenigen Minuten auf der SMX West über den neuen Tag und twitterte selbstverständlich auch darüber:
Google (and other search engines) are supporting a new #canonical open standard to help w/dupe content at #SMX
Häufig bei E-Commerce Systemen oder Systemen, die mehrere Sprachen anbieten oder verschiedene Sortierungen anbieten, hat man ein duplicate content Problem.
Einige Beispiele klassischer DC Probleme:
Bei Nutzung verschiedener Sprachen mit Deutsch als Standard-Sprache:
beispiel.de/produkt.php?id=1
beispiel.de/produkt.php?id=1&lang=de
Bei Nutzung von Sortierungsoptionen:
beispiel.de/kategorie.php?id=1
beispiel.de/kategorie.php?id=1&sort=date
Die Suchmaschinen haben nun mit der Einführung des canonical Tag dafür gesorgt, dass Webmaster sich die bevorzugte Version aussuchen können. Dies funktioniert über einen einfachen Tag im <head>-Bereich.
Diesen Code fügt man einfach auf allen “duplicate-Seiten” hinzu – die Suchmaschinen wissen dann, welche Version der Webmaster bevorzugt.
Der canonical Tag ist dabei keinesfalls ein Gesetz für die Suchmaschinen, “It’s a hint that we honor strongly”.
Wichtig zu wissen ist, dass der canonical Tag dabei, ähnlich wie eine 301-Weiterleitung, die Linkstärke weitergibt.
Der neue canonical Tag wird mit Sicherheit nicht all unsere duplicate content Probleme lösen können, aber er könnte gerade bei E-Commerce Seiten eine große Hilfe werden.
Update: Der Beitrag von Rand Fishkin zu dem Thema ist so gut, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.
Sneak Peak in Google’s Eye Tracking Studie
Verfasst von Jeroen unter SEO, Suchmaschinen am 9. Februar 2009
Google hat vor Kurzem im offiziellen Google Blog einen Auszug aus Ihrer Eye Tracking Studie vorgestellt. Bei der Standard Suchergebnis-Seite mit 10 Links gibt es nichts Neues – diese Heatmap kennt man:

Seit der Einführung von Universal Search machen sich SEOs jedoch sorgen, ob diese “golden triangle” immer noch existiert – oder ob die User direkt auf die Bilder, Videos oder Maps schauen.
Google sagt dazu:
We ran a series of eye-tracking studies where we compared how users scan the search results pages with and without thumbnail images. Our studies showed that the thumbnails did not strongly affect the order of scanning the results and seemed to make it easier for the participants to find the result they wanted.
Die Bilder und das Video in Google’s Blogpost unterstreichen die Aussage noch mal – ein Blick ist der Post also definitiv wert!
Joost’s WordPress SEO Artikel honoriert
Joost de Valk, WordPress Gott und einer der besten SEOs in Europa, wurde endlich honoriert. Sein wirklich hervorragender WordPress SEO Artikel hat den SEMMY Award in der Kategorie “Blogs & Blogging” gewonnen!
An dieser Stelle: Hartelijk gefeliciteerd Joost!
Google Suche in AJAX
Verfasst von Jeroen unter SEO, Suchmaschinen am 5. Februar 2009
Google testet offenbar aktuell, Ihre SERPs in Zukunft in AJAX anzuzeigen. Bei Google US ist dies bereits bei einigen Nutzern aktiv.
Statt der “normalen” URL Struktur
![]()
sieht man bei Google US folgendes:
![]()
Was bedeutet die Umstellung der Google SERPs auf Ajax?
Aus Google Sicht macht dies meiner Meinung nach Sinn. Die von Google so angepriesene “search experience” kann man mit der Nutzung von AJAX und dessen Möglichkeiten erheblich verbessern. Ob und in welchem Umfang Google dies machen wird, bleibt abzuwarten – wie Marcus aber bereits sagte, wird Google langfristig nicht auf AJAX verzichten wollen. Mal ganz davon abgesehen, dass Google mit der Nutzung von AJAX jede Mausbewegung des Nutzers tracken kann.
Aus Sicht der SEOs beudetet eine solche Umstellung in erster Sicht Probleme. Programme, Scripts und Tools, welche in der SEO Welt so beliebt sind, werden ohne Umprogrammierung nicht weiter funktionieren. Sämtliche analytischen Tools (Web Tracking etc), automatische Positions Checker, GreaseMonkey Scripts und sicherlich zig-weitere werden daher umdenken müssen.
Während die Positions Checker laut Sistrix relativ einfach umgeschrieben werden können, gibt es bei den analytischen Tools größere Schwierigkeiten – die Refferer werden dank der AJAX Nutzung nicht übermittelt. Für den Webmaster bedeutet dies: ich kann nicht mehr prüfen, nach welchem Begriff mein Besucher gesucht hat.
Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es Google’s Intention ist, Refferer tracking zu unterbinden. Daher bin ich gespannt, wie die Testphase von Google ausgeht und ob sie wirklich Ihre kompletten SERPs in AJAX ändern werden.
Weitere Informationen, allerdings auf Englisch, erhaltet Ihr im Smackdown Blog.



